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Neue Heimat für Kreativität in Norden nimmt Gestalt an

Kunstschule bezieht Räumlichkeiten auf ehemaligem Doornkaat-Gelände – Wirtschaftsbetriebe freuen sich über gemeinnützigen Mieter

„Das Geheimnis der Kunst liegt darin, dass man nicht sucht, sondern findet“, wusste schon Pablo Picasso. Gesucht hatten seit Langem auch die Verantwortlichen der Norder Kunstschule – nach einem neuen Zuhause für die unerschöpfliche Kreativität ihrer Schülerinnen und Schüler. Auf dem Doornkaat-Gelände im Zentrum der Stadt sind sie fündig geworden: Im Rahmen einer gemeinsamen Begehung mit dem Vermieter, den Wirtschaftsbetrieben Norden, gewährten Vorstand und Geschäftsführung nun erste Einblicke in die neu gestalteten Räumlichkeiten.

Wo einst an der richtigen Mischung für Ostfrieslands berühmten „Doka Tee“ getüftelt wurde, sollen bald Kinder und Jugendliche aus Norden und Umgebung reichlich Raum und Anleitung für künstlerisches und tänzerisches Gestalten vorfinden. Von bisher 100 Quadratmetern am alten Standort im Behrendschen Haus auf rund 500 Quadratmeter über drei Etagen wächst mit dem Umzug die Fläche, auf die der 1983 gegründete Verein künftig bei seiner täglichen Arbeit zurückgreifen kann.

„Kreativität braucht Raum zur Entfaltung – deshalb sind wir froh über den enormen Zuwachs an räumlichen Optionen, die uns mit dem Umzug auf das Doornkaat-Gelände zur Verfügung stehen werden“, betont der erste Vorsitzende des Vereins, Dr. Jörg Hagena, zwischen Kartons, Staffeleien und bunter Farbe.

Denn der Wechsel an die Doornkaatlohne befindet sich derzeit noch in vollem Gange: Voraussichtlich ab 01. März werden die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der verschiedenen Kursangebote den neuen Standort nutzen können.

Von diesen soll es in Zukunft vor allem deutlich mehr geben: „Durch die neuen Räumlichkeiten haben wir die Möglichkeit, verschiedene Kurse parallel laufen und etwa auch später beginnen zu lassen. Das kommt nicht zuletzt jenen Kindern und Jugendlichen zugute, die durch Nachmittagsunterricht länger gebunden sind“, erklärt Geschäftsführerin Uta Jakob. Durch den Umzug sei es darüber hinaus nun erstmals möglich, alle Angebote der Kunstschule unter einem Dach zusammenzuführen. „Bisher mussten wir gerade für unsere Tanzwerkstätten auf Turnhallen und andere externe Räumlichkeiten ausweichen, wodurch man auch von der zeitlichen Gestaltung der übrigen Nutzer dieser Flächen abhängig war. Mit dem Umzug werden wir nun zusätzliche Angebote etwa im Bereich der tänzerischen Früherziehung sowie im Prüfungstraining realisieren können“, freut sich Uta Jakob.

Von einer „tollen Sache und einem echten Plus für unsere Stadt“ sprechen auch die Geschäftsführer der Stadtwerke Norden, Thorsten Schlamann und Wolfgang Völz. Bei dem regionalen Energieversorger an der Feldstraße zeigt man sich besonders froh darüber, mit der Norder Kunstschule einen gemeinnützigen Mieter für das markante Gebäude im Zentrum der Stadt gefunden zu haben. „Mit ihrer Arbeit leistet die Kunstschule schließlich seit vielen Jahren einen wichtigen Beitrag zur ästhetischen Bildung der Kinder und Jugendlichen in unserer Region – ein Anliegen, das auch uns am Herzen liegt“, betont Wolfgang Völz, technischer Geschäftsführer des Norder Unternehmens.

Seit dem vergangenen Herbst hat man gemeinsam dafür gesorgt, dass die neuen Räumlichkeiten den Anforderungen der künstlerischen Werkstattangebote sowie der Ballett-, Tanz- und Theaterprojekte angepasst wurden. „Neben einem eigens hierfür geschaffenen neuen Eingangsbereich mit Büros im Erdgeschoss verfügt die Kunstschule nun über zwei Werkräume mit Depot im ersten sowie zwei Tanzräume mit Schwingboden und Verspiegelung im zweiten Obergeschoss“, umreißt der federführende Norder Architekt Jann Kersten die baulichen Veränderungen im Gebäude an der Doornkaatlohne.