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Nach witterungsbedingter Pause: Stadtwerke treiben Qualitätssicherung im Trinkwassernetz voran

Wasserprobe im Wasserwerk Hage

Rohrnetzspülung in östlichen Stadtteilen soll Aufschluss über Ursache temporärer Verunreinigung geben

Vorübergehende Verunreinigungen in Teilen des Trinkwassernetzes hatten im vergangenen Herbst bei den Stadtwerken Norden zu umfassenden Qualitätssicherungsmaßnahmen geführt. Während sich die Werte bereits kurzfristig deutlich verbessern konnten, blieb die Quelle der Belastung mit coliformen Bakterien dabei weiter im Dunkeln. Nach witterungsbedingter Pause und umfassenden Vorbereitungen startet der regionale Versorger nun mit weiteren umfangreichen Spülungen, um den Ursachen auf den Grund zu gehen.

Vor allem auf die bei Routineproben im vergangenen Jahr durch leicht erhöhte Belastungen auffällig gewordenen östlichen Stadtteile konzentrieren sich ab Montag die Experten des ostfriesischen Versorgers und des DVGW-Technologiezentrums Wasser aus Dresden. Dann könne es im Bereich östliche Osterstraße sowie in den Stadtteilen Ekel, Lintel und Norden-Neustadt zu Druckschwankungen und geringfügigen Trübungen im Trinkwasser kommen, erklärt Udo Uphoff, Leiter Asset Service bei den Norder Stadtwerken: „Ein vollständiges Abstellen der Wasserzufuhr ist aber nicht notwendig“. Treten Trübungen auf, reiche es in der Regel aus, an der betroffenen Entnahmestelle das Wasser ein paar Sekunden lang durchlaufen zu lassen.

Rohrnetzspülung auf 14 Kilometern

Was war passiert? Hintergrund der bis 23. März vorgesehenen, abschnittsweise geplanten bakteriologischen und chemischen Messungen an insgesamt 14 Kilometern Rohrnetz ist eine leichte örtliche Verunreinigung mit sogenannten Umweltcoliformen. Diese dienen als Indikator für die Qualität des Wassers. „Trinkwasser gehört zurecht zu den bestkontrollierten Lebensmitteln überhaupt. Auch wenn es sich bei den Verunreinigungen im Bereich Nordseestraße nur um geringfügige und nicht gesundheitsschädliche Auffälligkeiten handelte, liegt uns deshalb im Interesse der Bürgerinnen und Bürger viel daran, jeder Beeinträchtigung in unserem Netz durch intensive Ursachenforschung auf den Grund zu gehen“, betont Wolfgang Völz, technischer Geschäftsführer des regionalen Energieversorgers.

Eine mögliche Quelle konnten die Experten bei Stadtwerken, Gesundheitsamt und hinzugezogenen Laboratorien bereits im Herbst 2016 als Herd der Verunreinigung ausschließen: Das Hager Wasserwerk. „Über die vorgeschriebenen regelmäßigen Beprobungen hinaus werden hier täglich umfangreiche Maßnahmen durchgeführt, um die einwandfreie Qualität des Trinkwassers in unserem Netz zu gewährleisten“, so Udo Uphoff. Während sich in nachfolgenden Proben in Norden-Neustadt eine deutliche Verbesserung der Werte ergeben hatte, dauert die akribische Suche nach der Ursache für die teils nicht ganz optimale Wasserqualität deshalb weiter an.

Keine Gesundheitsgefahr

„Grundsätzlich kann aufgrund der vielfältigen Berührungspunkte mit privaten Leitungsnetzen und Anschlüssen an jeder Stelle im Netz die Quelle der leichten Beeinträchtigung liegen“, erklärt der Norder Wassermeister. Zur umfassenden Vorbereitung der nun anstehenden Spül- und Beprobungsvorhaben wurden in den zurückliegenden Monaten deshalb etwa sämtliche Bautätigkeiten im auffälligen Gebiet seit 2013 intensiv durchleuchtet. Eine Gesundheitsgefährdung bestehe auch weiterhin nicht. „Norden ist allgemein für die hohe Güte die Quelle für die örtliche Beeinträchtigung wirksam abzustellen“, erklärt Wolfgang Völz.

Über ihre Service-Telefonnummer 0800-926-1000 geben die Stadtwerke Norden interessierten Anwohnern gerne nähere Informationen über die konkreten Spülabschnitte und weiteren Maßnahmen.