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Trinkwasser: Druckschwankungen und Knappheit für Norden nicht zu erwarten

Stadtwerke weisen auf gute Versorgungslage hin und plädieren für einen bewussten Umgang mit der wertvollen Ressource

Überdurchschnittlich hohe Temperaturen und fehlende Niederschläge haben zuletzt auch in Ostfriesland zu Trockenheit und einem erhöhten Wasserbedarf geführt. Dass die lokale Versorgungslage mit sauberem Trinkwasser dennoch gut sei, betonen die Stadtwerke Norden jetzt in einer aktuellen Stellungnahme. Mit Druckschwankungen und Trübungen ist im Netzgebiet des regionalen Energieversorgers demnach auch in naher Zukunft nicht zu rechnen.

Kochen, Duschen, Spülen: knapp 130 Liter Trinkwasser verbraucht jeder Norder am Tag. Ein Mittelwert, der durch die warmen Frühlings- und Frühsommertage jüngst wohl mehrfach deutlich überschritten wurde. „Der Mai war so warm wie seit fünf Jahren nicht mehr und auch der Juni gestaltet sich überwiegend trocken – das hat naturgemäß Auswirkungen auf Trinkwasserförderung und -verbrauch„, erklärt Udo Uphoff, Leiter Asset Service der Stadtwerke und Meister im Hager Wasserwerk.

Hier, wo aus einer Tiefe von 60 Metern Wasser für große Teile Nordens und der Gemeinde Hage gefördert wird, führte die Trockenheit vor allem rund um den 19. Juni zu neuen Tageshöchstmengen in der Förderung: 4.500 Kubikmeter Wasser und damit 700 Kubikmeter mehr als im Durchschnitt gab das Hager Werk über 24 Stunden ab, um die rund 10.000 Hausanschlüsse und 25.000 Menschen im Netzgebiet sicher mit dem wertvollen Nass zu versorgen.

Keine Druckschwankungen im Norder Netz

Signifikante Druckschwankungen oder gar Trübungen habe es dabei auch bei starker Nachfrage nicht gegeben, wie Udo Uphoff betont: „Trotz der geringen Niederschlagsmengen in den vergangenen Wochen haben unsere vier Tiefbrunnen in Hage noch auf genügend Rohwasser Zugriff. Durch die besondere Situation des Wasserversorgungssystems mit nur einem Wasserwerk und dem Norder Wasserturm als Spitzenausgleich sind Druckschwankungen deshalb weitgehend ausgeschlossen„, so der Hager Wassermeister. Auch Trübungen des Trinkwassers, die vor allem durch wechselnde Fließgeschwindigkeiten im 184 Kilometer langen Hauptleistungssystem entstehen können, seien deshalb für Norden nicht zu erwarten.

Plädoyer für einen bewussten Umgang

Trotz der guten Versorgungslage sieht man bei den Stadtwerken Norden indes keinen Anlass, auf Bemühungen um einen bewussten Umgang mit der wertvollen Ressource Trinkwasser zu verzichten. „Die wärmsten Tage des Jahres liegen sicherlich noch vor uns. Wir empfehlen allerdings nicht nur zu Verbrauchsspitzenzeiten, sondern das ganze Jahr über, verantwortungsvoll mit dem oft als selbstverständlich wahrgenommenen Nass aus dem Hahn zu verfahren“, betont der technische Geschäftsführer der Stadtwerke, Wolfgang Völz.

Dabei komme es auch darauf an, das eigene Verbrauchsverhalten kritisch zu hinterfragen. „Die Rasenbewässerung mit Trinkwasser ist da nur ein heikles Thema von vielen. Immer wieder zeigen sich Verbraucher in der persönlichen Beratung überrascht, mit welch einfachen Mitteln sich deutliche Einsparungen im täglichen Verbrauch erreichen lassen, die sich nicht zuletzt auch im Portemonnaie bemerkbar machen„, so Völz. Mit einer für Kunden kostenlos im Service-Center erhältlichen Broschüre geben die Stadtwerke deshalb zahlreiche Tipps für den umweltbewussten Umgang mit Wasser.

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