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Stadtwerke-Kunden zahlen künftig weniger für Energie

Deutliche Preissenkung bei Gas gleicht steigende Stromkosten aus // Neue Preise gelten ab 01. Januar 2017

EEG-Umlage, Konzessionsabgabe, Netzentgelte: gleich drei Faktoren sorgen derzeit bundesweit für steigende Strompreise – eine Entwicklung, der sich auch die Stadtwerke Norden nicht entziehen können. Während Stromkunden künftig tiefer in die Tasche greifen müssen, senkt der regionale Energieversorger seine Erdgaspreise zum Jahreswechsel erneut deutlich. Warum am Ende durchschnittlich sogar rund 128,- Euro mehr pro Haushalt im Portemonnaie übrigbleiben, erklärte die Stadtwerke-Geschäftsführung im Rahmen eines Pressegesprächs.

Norden. „Wir haben zum richtigen Zeitpunkt zu günstigen Bedingungen am Energiemarkt eingekauft und solide gewirtschaftet.
Diese positiven Entwicklungen können wir zumindest mit Blick auf unsere Gastarife direkt an unsere Kundinnen und Kunden weitergeben“, betont der kaufmännische Geschäftsführer der Norder Stadtwerke, Thorsten Schlamann. Um netto 0,55 Cent pro Kilowattstunde senkt der regionale Energieversorger zum 01. Januar demnach den Arbeitspreis bei den Gassondertarifen. Im Netzgebiet Norden bedeutet das bei einem durchschnittlichen Jahresverbrauch von 25.000 kWh eine Ersparnis von rund 163,63 Euro im beliebten Tarif NöRDER erdgas vario (neuer Arbeitspreis: 3,83 Cent/kWh netto). „Aufgrund steigender Netzentgelte fällt die Ersparnis außerhalb unseres unmittelbaren Netzgebietes mit 148,75 Euro geringfügig niedriger aus, ist aber immer noch beträchtlich“, so Thorsten Schlamann.

Während die Kosten für die Versorgung der Stadtwerke-Kunden mit Wärme damit zum zweiten Mal innerhalb von 12 Monaten deutlich sinken, sieht es im Bereich der Stromversorgung anders aus. „Hier lassen uns die jüngst spürbar angezogenen und von den Energieversorgern nicht näher beeinflussbaren Preisbestandteile
leider wenig Handlungsspielraum“, erklärt Manuel Diekmann vom Vertrieb der Stadtwerke. Nicht zuletzt die zum 01. Januar vom Gesetzgeber vorgenommene deutliche Steigerung bei der EEGUmlage auf 6,88 Cent pro Kilowattstunde fresse dabei Preisvorteile auf, die der regionale Versorger auch hier durch umsichtiges Wirtschaften und allgemein sinkende Bezugspreise erreicht habe.

Zur Mehrbelastung durch staatliche Abgaben hinzu kommt eine starke Verteuerung der Entgelte im vorgelagerten Netz. Mit der allgemeinen Erhöhung des Arbeitspreises in seinen Stromtarifen um durchschnittlich 0,84 Cent/kWh (brutto 1 ct/kWh auf z.B. 25,94 Cent/kWh im Tarif NöRDER strom vario) stimmt das Norder Unternehmen deshalb zum Jahreswechsel in das Preiskonzert der meisten deutschen Stromversorger ein. Außerhalb des eigenen Netzgebietes müssen sich Stadtwerke-Kunden zukünftig zudem auf einen höheren Jahresgrundpreis (Erhöhung um 45,- Euro netto) einstellen – hier steigt der Arbeitspreis um netto 0,42 ct./kWh. „Diese Anpassung ist leider notwendig, da der Netzbetreiber vor Ort seinerseits eine deutliche Grundpreiserhöhung durchgeführt hat, die wir als diese Netze nutzender Lieferant nicht auffangen können“, so Thorsten Schlamann.

Man habe die zusätzliche Belastung durch die allgemeine Preissteigerung dabei wie gewohnt nicht vollständig an die Kunden weitergegeben, sondern im Rahmen der wirtschaftlich vertretbaren Möglichkeiten abgefedert, heißt es aus der Feldstraße. Nach Berechnungen der Stadtwerke ergibt sich trotz der höheren Kosten für Strom insgesamt eine finanzielle Entlastung der Verbraucher. „Da Wärmekosten in der Energiekostenbelastung privater Haushalte eine herausragende Rolle spielen, sparen Stadtwerke-Kunden abzüglich der Mehrbelastung durch die höheren Stromkosten (ca. 35,- Euro netto bei einem statistischen Jahresdurchschnittsverbrauch von 3.500 kWh im Tarif Strom vario) rund 128,- Euro im Jahr“, betont Manuel Diekmann.

Über die konkreten Änderungen bei den individuellen Tarifen werden die Kunden des regionalen Energieversorgers in den kommenden Tagen per Post umfassend informiert. Mit der Preisanpassung einher geht dabei auch eine Anpassung in der Darstellung des verbrauchsunabhängigen Grundpreises für die Belieferung mit Energie. „Viele Mitbewerber stellen diesen – vor allem auf Netzbetriebskosten zurückzuführenden – festen Anteil an den Energiekosten monatlich und nicht aufs Jahr bezogen dar. Um unseren Kunden eine bessere Vergleichbarkeit zu ermöglichen, schließen sich die Stadtwerke Norden künftig dieser Praxis an“, heißt es aus der Feldstraße.

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