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Norddeicher Hotels stellen Schalter auf „grün“

Farbe bekennen heißt es derzeit für drei Hotels in Norddeich: Gemeinsam mit Stefan Fröhlich (4.v.l.), Thorsten Albers (2.v.l., Hotel Regina Maris) und Oliver Janssen (3.v.l., Hotel Fährhaus) freuen sich Thorsten Schlamann (links) und der Geschäftsführer Tourismus und Bäder der Norder Wirtschaftsbetriebe, Armin Korok (rechts), über den Umstieg auf grünen Ökostrom.

 

Hotels Fährhaus, Regina Maris und Deichkrone entscheiden sich für regenerative Energieversorgung

447,3 Millionen Übernachtungen verzeichneten im vergangenen Jahr die Hotels und Pensionen in Deutschland. Zahlen, die auch am Klima nicht spurlos vorübergehen. Mit der bewussten Entscheidung für die ausschließliche Nutzung von Strom aus erneuerbaren Quellen machen drei Norddeicher Hotels ab sofort Ernst beim Thema umweltbewusstes Handeln.

Waschmaschinen voller Handtücher und Bettwäsche, Küchen voller Großgeräte und hunderte hell erleuchtete Räume und Flure: Der Energiebedarf in modernen Hotels ist enorm – auch, weil es den Gästen im Urlaub an nichts mangeln soll. Längst ist klimabewusstes Handeln deshalb auch im deutschen Hotelgewerbe ein Thema. „Vor allem Wäsche stellt bei den in Hotels üblichen kurzen Verweildauern ein Problem dar. Viele Häuser haben hier bereits Maßnahmen ergriffen, um gemeinsam mit den Gästen eine Reduzierung des Verbrauchs zu erwirken – etwa durch einen bewussten Umgang mit nur wenig benutzten Handtüchern“, weiß Hotelier Stefan Fröhlich.

In den drei Norddeicher Hotels Deichkrone, Fährhaus und Regina Maris möchte man ab sofort noch einen Schritt weiter gehen: „Für uns ist klar: Es kann nicht nur um Handtücher oder die Vermeidung von Treibhausgasemissionen etwa bei der An- und Abreise gehen“, so Stefan Fröhlich. Ziel seiner Häuser sei es vielmehr, in den kommenden Jahren Klimaneutralität beim Stromverbrauch zu erreichen. Gemeinsam mit den Hausleitern und den Stadtwerken Norden als regionalem Energieversorger erstellte der Norddeicher Hotelier hierzu eine bedarfsgenaue Analyse der verschiedenen Abnahmestellen und Verbräuche. „Auf diese Weise können wir einen genaueren Eindruck vom individuellen Klima-Fußabdruck gewinnen, den jeder Betrieb oder Haushalt hinterlässt“, erklärt Ewangelos Koutsonas vom Vertrieb der Stadtwerke.

1.144 Tonnen Kohlendioxid eingespart

Hier, an der Norder Feldstraße, hat man bereits seit 2004 Erfahrung mit reinen Naturstromprodukten. Der Energiemix der Stadtwerke stellt sich seit Jahren zudem deutlich grüner dar, als im Durchschnitt der bundesdeutschen Energieversorger. Mit einem Projektpartner, der Hamburger KlimaInvest Green Concepts GmbH, erstellten die Stadtwerke auf Basis der gesammelten Daten im Sommer eine Nachhaltigkeitsstrategie für die drei Norddeicher Hotels. Mit Erfolg, wie Ewangelos Koutsonas vorrechnet: „Durch die Umstellung auf 100 Prozent Ökostrom aus Wind- und Wasserkraftanlagen, die den aktuellen Umweltstandards entsprechen, werden in der Deichkrone, im Fährhaus und im Hotel Regina Maris allein von Januar 2018 bis Dezember 2019 insgesamt voraussichtlich 1.144 Tonnen klimaschädliches CO2 wirksam vermieden“.

Je verbrauchte Gigawattstunde investiere die KlimaInvest zudem zusätzlich 250,- Euro in regionale Projekte zur Förderung
erneuerbarer Energien und nachhaltiger Klimaschutzmaßnahmen. „Das ist ein bemerkenswertes Beispiel für klimabewusstes Handeln im Gastgewerbe und ein mutiger Schritt, der angesichts eines wachsendes Interesses am Thema sicherlich auch von den Gästen der drei Norddeicher Hotels verstärkt honoriert werden wird“, betont der kaufmännische Geschäftsführer der Stadtwerke, Thorsten Schlamann.

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