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Abgesaugt: Stadtwerke überprüfen Sicherheit des Gasrohrnetzes

Experten führen in den kommenden Wochen wieder turnusmäßige Kontrollen durch
Heizen, Duschen, Kochen: Über 8.000 Haushalte und Gewerbebetriebe im Stadtgebiet nutzen tagtäglich Erdgas der Stadtwerke Norden als zuverlässige Energiequelle. Mit regelmäßigen Kontrollen der 154 km langen Ortsnetzleitung sorgt der regionale Versorger für Sicherheit entlang der Trassen. Seit Montag (03. April) sind dazu wieder Experten mit hochmoderner Messtechnik im Einsatz. Sie sollen eventuellen Leckstellen frühzeitig auf die Spur kommen.

Sie schaut ein wenig wie ein futuristischer Staubsauger aus – die Apparatur, mit der „Gasspürer“ Erwin van Loh seit Montag durch die Norder Haupt- und Nebenstraßen wandelt. Hintergrund für den ungewöhnlichen Anblick im Stadtbild ist eine verbindliche Vorgabe des Gesetzgebers, wie Wolfgang Völz erklärt: „Die turnusmäßige Kontrolle des Ortsnetzes und der Hausanschlussleitungen ist deutschlandweit vorgeschrieben“, sagt der technische Geschäftsführer des regionalen Energieversorgers. Alle zwei Jahre rücken deshalb Experten wie Erwin van Loh aus – und jenen erdverlegten Gasleitungen zu Leibe, die sich unter Gehwegen und
Straßen, aber auch privaten Vorgärten und Einfahrten verbergen. Bei der vorerst bis Juni geplanten Überprüfung der Norder und Norddeicher Gasnetze arbeiten die Stadtwerke mit der Friedeburger Technische Bau Dienstleistungen GmbH (kurz „TBD“) zusammen.

„Die satellitengestützte Führung des Prüfers und moderne hochempfindliche Gasmessgeräte ermöglichen es, diese wichtigen Kontrollen so durchzuführen, dass wir auf aufwändige Eingriffe ins Erdreich weitgehend verzichten können“, erklärt Udo Uphoff, Leiter des Asset Services beim Norder Netzbetreiber. Dazu werden Straßen-, Gehweg- und Pflanzoberflächen im Bereich der Erdgastrassen abgesaugt, um mögliche Leckstellen schnell und präzise aufspüren zu können. „Die Analogie zum Staubsauger ist also gar nicht so verkehrt“, so Uphoff.

Schlägt das Gerät bei der Prüfung der eingesaugten Luft Alarm, wird ein Schadensprotokoll angefertigt und die weitere Vorgehensweise veranlasst. „Glücklicherweise müssen Reparaturkolonnen sehr selten ausrücken, denn die Rate der Leckstellen ist bei uns in der Regel äußerst gering“, betont Wolfgang Völz.
Da diese im Zweifelsfall vor Grundstücksgrenzen kaum Halt machen, müssen sich auch die Nutzer der rund 140 km Hausanschlussleitungen im Stadtgebiet in den nächsten Wochen auf eine Überprüfung einstellen. „Hier kann es vereinzelt schon einmal zu Problemen kommen, weil eine detaillierte Terminvereinbarung angesichts der Unvorhersehbarkeit des Prüfungsverlaufs leider schlicht nicht durchführbar ist“, erklärt Udo Uphoff.
Die Stadtwerke Norden bitten aus diesem Grund die betroffenen Hauseigentümer um Verständnis, wenn für die wichtigen Prüfarbeiten private Grundstückseinfahrten und Gärten betreten werden müssen. „In der Regel entsteht hierdurch darüber hinaus kein größerer Aufwand für die Anwohner – zur Legitimation führt Herr van Loh zudem einen Dienstausweis der Stadtwerke Norden mit sich“, so Uphoff. Für Rückfragen zur Überprüfung des städtischen Gasrohrnetzes stehen die Mitarbeiter des Energieversorgers unter der Service-Nummer 04931 926-100 gerne zur Verfügung.

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