Trinkwasser: Preise steigen zum 01. Januar

Stadtwerke Norden begründen Anpassung mit Kostensteigerungen und anstehenden Investitionen

Trinkwasser zählt zu den wichtigsten Lebensmitteln. Es unterliegt deshalb ständigen Kontrollen und strengen Auflagen. „Um die Qualität des Trinkwassers in Lütetsburg, Hage und Norden für die Zukunft zu sichern“, kündigten die Stadtwerke Norden gestern eine Erhöhung ihrer Wasserpreise zum 01. Januar 2018 an. Der Arbeitspreis steigt demnach auf 1,21 € (brutto) je Kubikmeter für alle Anschlussarten. Auch der Grundpreis für die verschiedenen Abnahmevolumen wird entsprechend angepasst.

Die damit erstmals seit 2014 vorgenommene Erhöhung der Preise für Trinkwasser entspricht einer Preissteigerung von rund neun Prozent beim Arbeitspreis. „Das bedeutet unter Berücksichtigung des neuen Grundpreises eine Mehrbelastung von jährlich knapp 19,- Euro für einen durchschnittlichen drei-Personen-Haushalt mit einem statistischen Wasserverbrauch von 100 Kubikmetern im Jahr“, erklärt der kaufmännische Geschäftsführer der Stadtwerke, Thorsten Schlamann. Der Grundpreis, der sich nach der Durchflussmenge der installierten Verbrauchseinrichtung richtet, steigt für einen Standard-Hauswasserzähler von 70,82 Euro auf 79,32 Euro pro Jahr.

Zurückzuführen sei die Erhöhung der Preise für das wichtige Lebensmittel auf die allgemeine Kostensteigerung der vergangenen Jahre und anstehende umfangreiche Investitionsmaßnahmen im Bereich Netz und Erzeugung, heißt es bei dem regionalen Energieversorger. Neben dem rund 184 Kilometer langen Hauptleitungssystem betreiben die Stadtwerke Norden auch das Wasserwerk in Hage, um rund 10.000 Hausanschlüsse und 25.000 Menschen in der Region tagtäglich mit Trinkwasser zu versorgen. „Der hier vorgehaltene Reinwasserbehälter, der das gefilterte und aufbereitete Grundwasser zum Ausgleich der täglichen Verbrauchsspitzen speichert, ist inzwischen fünfzig Jahre alt. Er muss in den kommenden Jahren instandgesetzt oder gegebenenfalls vollständig ersetzt werden“, verweist der technische Geschäftsführer der Stadtwerke, Wolfgang Völz, auf nur eine von mehreren anstehenden umfangreicheren Investitionen der Stadtwerke in die Qualität des Trinkwassers in der Region.

Eine vollständige Übersicht über die ab Januar im Netzgebiet der Stadtwerke gültigen Grundpreise für die verschiedenen Zählergrößen ist hier abrufbar.

Trinkwasser: Quelle temporärer Verunreinigung ist gefunden

Qualitätssicherungsmaßnahmen der Stadtwerke Norden greifen // Keine Gesundheitsgefahr

Gute Nachrichten für die Wasserqualität in Norden: Die Quelle der von den Stadtwerken  vorübergehend in Teilen des Trinkwassernetzes festgestellten Verunreinigungen ist gefunden. Darauf macht das regionale Unternehmen nach Auswertung der im Netzbereich durchgeführten umfangreichen Tests und Spülungen in einer aktuellen Pressemeldung aufmerksam. Schadhafte Bauteile an Knotenpunkten verschiedener Hauptleitungen hatten demnach in einzelnen Norder Stadtteilen zu einer leicht erhöhten Belastung mit coliformen Keimen geführt. Eine Gesundheitsgefahr habe zu keinem Zeitpunkt bestanden, betont der Energieversorger.

Wasser zählt zu den wichtigsten und deshalb zu Recht bestüberwachten Lebensmitteln. Als Grundversorger für Norden haben wir die unregelmäßig festgestellten auffälligen Messergebnisse der vergangenen Monate entsprechend ernst genommen„, erklärt der technische Geschäftsführer der Stadtwerke, Wolfgang Völz. In enger Abstimmung mit dem Gesundheitsamt und mit weiteren bundesweiten Fachstellen hatte der regionale Versorger zuletzt im Sommer umfangreiche Qualitätssicherungsmaßnahmen in die Wege geleitet, um der Ursache der Belastung mit sogenannten Umweltcoliformen auf den Grund zu gehen. Die für die Gesundheit im festgestellten Ausmaß unbedenklichen Keime dienen als Indikator für die Qualität des Trinkwassers.

„Auffällige Ergebnisse erhielten wir fast ausschließlich in den Stadtteilen Lintel, Ekel und Norden-Neustadt“, erinnert Völz. Grund für die nur örtlich aufgetretene Verunreinigung ist nach den nun vorliegenden Erkenntnissen ein dort an zentralen Stellen eingesetztes, fehlerhaftes Standardbauteil. „Wir sind froh, dass wir den Ausgangspunkt für die Belastung durch die umfangreichen Untersuchungen eindeutig identifizieren konnten und werden nun zeitnah einen Plan zum Austausch der betroffenen Teile erarbeiten„, so der technische Geschäftsführer der Norder Stadtwerke.

Eine Notwendigkeit zum Abkochen des Wassers bestehe dabei auch weiterhin nicht. Über ihre Service-Telefonnummer 04931 926-100 stehen die Stadtwerke Norden interessierten Anwohnern gerne für Rückfragen zum Thema Trinkwasserqualität zur Verfügung.