Stadtwerke Norden warnen vor unseriösen Telefongeschäften

Anrufer geben sich als Stadtwerke-Mitarbeiter aus
Sie geben sich als Mitarbeiter der Stadtwerke aus oder behaupten, im Auftrag des Norder Energieversorgers zu handeln: Aufdringliche und unseriöse Telefonanrufer verunsichern derzeit wieder verstärkt Anwohnerinnen und Anwohner im Norder Versorgungsgebiet. Die Stadtwerke Norden warnen in einer aktuellen Stellungnahme ausdrücklich vor der Herausgabe persönlicher Daten am Telefon.

Als seriöses Unternehmen schließen wir grundsätzlich weder Verträge am Telefon ab, noch sind von uns irgendwelche Fremdfirmen hierzu ermächtigt„, betont der kaufmännische Geschäftsführer der Stadtwerke, Thorsten Schlamann. Einmal mehr hatten in den vergangenen Wochen zudringliche Anrufer als vermeintliche Stadtwerke-Mitarbeiter mit undurchsichtigen Angeboten zum Wechsel des Strom- oder Gastarifs aufgefordert. Vereinzelt seien Kunden dabei nicht nur mit Schreckensszenarien kurz bevorstehender Preiserhöhungen in die Irre geführt, sondern auch zur Herausgabe persönlicher Daten aufgefordert worden.

Vertrauenswürdige Unternehmen setzen Kundinnen und Kunden beim Abschluss von Verträgen niemals unter Druck, sondern gewähren Zeit zum sorgfältigen Prüfen und Nachrechnen der versprochenen angeblich günstigen Preise und Abschläge„, erklärt Thorsten Schlamann. Für den Fall, dass es bereits zu einer Unterschrift gekommen ist, verweist das Unternehmen aus der Feldstraße auf das geltende Recht, Verträge binnen zwei Wochen ohne Angabe von Gründen schriftlich widerrufen zu können.

Selbstverständlich stehen unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter verunsicherten Bürgern jederzeit persönlich unter der Rufnummer 04931 926-100 und in unserem Service Center (Feldstraße 10) für Rückfragen zur Verfügung„, betonen die Stadtwerke.

Nachfolgend einige Hinweise:

Woran erkennen Sie einen fingierten Anruf:

  • Es wird behauptet ein Versorgerwechsel oder eine Tarifumstellung wird vorgenommen.
  • Es werden Fragen gestellt, auf die Sie mit einem JA antworten müssen, somit kann ein ungewollter mündlicher Vertragsabschluss erfolgen.
  • Im Nachgang erhalten Sie eine unbeauftragte Vertragsbestätigung. Wichtig: Reagieren Sie sofort und widerrufen diese per Mail und/oder Einschreiben.
  • Sie sind sich unsicher? Wenden Sie sich an die zuständige Verbraucherzentrale des Landes Niedersachsen in Aurich unter http://www.verbraucherzentrale-niedersachsen.de/Aurich

 

Echt oder Ente – woran Sie einen Anruf von den Stadtwerken Norden erkennen:

  • Wir fragen nicht nach Vertragsdaten wie Zählernummer, Kundennummer oder Ihrer Bankverbindung. Wenn Sie Kunde bei uns sind, so liegen diese Daten bei uns bereits vor.
  • Wir drängen Sie nicht zu einem Vertragsabschluss, weder per Telefon, SMS noch WhatsApp. Sie erhalten von uns stets alle Angebote in schriftlicher Form per Post.
  • Wenn wir Sie anrufen, so beginnt unsere Vorwahl mit der Norder Vorwahl 0 49 31 gefolgt von unserem Telefonkürzel 926-.

 

Hinweise zum Schutz vor nicht gewollten Energielieferungsvertragsabschlüssen:

  • Fragen Sie explizit nach dem Namen und dem Unternehmen des Anrufers und notieren Sie sich dies gemeinsam mit der Telefonnummer.
  • Geben Sie keine Informationen raus über Kundennummer, Zählernummern oder Ihrer Bankverbindung.
  • Verlangen Sie, dass Ihnen die Angebote oder Aufträge postalisch zugestellt werden.
  • Antworten Sie auf die Frage zu einer Gesprächsaufzeichnung mit einem deutlichen NEIN.
  • Fragen Sie nach Ihrer Einwilligung für telefonische Werbung.

Sie haben unseriöse Anrufe erhalten oder haben Fragen an uns? Unter der Rufnummer 04931 926-550 und in unserem Service Center in der Feldstraße 10, stehen wir Ihnen gerne für Fragen zur Verfügung.

Abgesaugt: Stadtwerke überprüfen Sicherheit des Gasrohrnetzes

Experten führen in den kommenden Wochen wieder turnusmäßige Kontrollen durch
Heizen, Duschen, Kochen: Über 8.000 Haushalte und Gewerbebetriebe im Stadtgebiet nutzen tagtäglich Erdgas der Stadtwerke Norden als zuverlässige Energiequelle. Mit regelmäßigen Kontrollen der 154 km langen Ortsnetzleitung sorgt der regionale Versorger für Sicherheit entlang der Trassen. Seit Montag (03. April) sind dazu wieder Experten mit hochmoderner Messtechnik im Einsatz. Sie sollen eventuellen Leckstellen frühzeitig auf die Spur kommen.

Sie schaut ein wenig wie ein futuristischer Staubsauger aus – die Apparatur, mit der „Gasspürer“ Erwin van Loh seit Montag durch die Norder Haupt- und Nebenstraßen wandelt. Hintergrund für den ungewöhnlichen Anblick im Stadtbild ist eine verbindliche Vorgabe des Gesetzgebers, wie Wolfgang Völz erklärt: „Die turnusmäßige Kontrolle des Ortsnetzes und der Hausanschlussleitungen ist deutschlandweit vorgeschrieben“, sagt der technische Geschäftsführer des regionalen Energieversorgers. Alle zwei Jahre rücken deshalb Experten wie Erwin van Loh aus – und jenen erdverlegten Gasleitungen zu Leibe, die sich unter Gehwegen und
Straßen, aber auch privaten Vorgärten und Einfahrten verbergen. Bei der vorerst bis Juni geplanten Überprüfung der Norder und Norddeicher Gasnetze arbeiten die Stadtwerke mit der Friedeburger Technische Bau Dienstleistungen GmbH (kurz „TBD“) zusammen.

„Die satellitengestützte Führung des Prüfers und moderne hochempfindliche Gasmessgeräte ermöglichen es, diese wichtigen Kontrollen so durchzuführen, dass wir auf aufwändige Eingriffe ins Erdreich weitgehend verzichten können“, erklärt Udo Uphoff, Leiter des Asset Services beim Norder Netzbetreiber. Dazu werden Straßen-, Gehweg- und Pflanzoberflächen im Bereich der Erdgastrassen abgesaugt, um mögliche Leckstellen schnell und präzise aufspüren zu können. „Die Analogie zum Staubsauger ist also gar nicht so verkehrt“, so Uphoff.

Schlägt das Gerät bei der Prüfung der eingesaugten Luft Alarm, wird ein Schadensprotokoll angefertigt und die weitere Vorgehensweise veranlasst. „Glücklicherweise müssen Reparaturkolonnen sehr selten ausrücken, denn die Rate der Leckstellen ist bei uns in der Regel äußerst gering“, betont Wolfgang Völz.
Da diese im Zweifelsfall vor Grundstücksgrenzen kaum Halt machen, müssen sich auch die Nutzer der rund 140 km Hausanschlussleitungen im Stadtgebiet in den nächsten Wochen auf eine Überprüfung einstellen. „Hier kann es vereinzelt schon einmal zu Problemen kommen, weil eine detaillierte Terminvereinbarung angesichts der Unvorhersehbarkeit des Prüfungsverlaufs leider schlicht nicht durchführbar ist“, erklärt Udo Uphoff.
Die Stadtwerke Norden bitten aus diesem Grund die betroffenen Hauseigentümer um Verständnis, wenn für die wichtigen Prüfarbeiten private Grundstückseinfahrten und Gärten betreten werden müssen. „In der Regel entsteht hierdurch darüber hinaus kein größerer Aufwand für die Anwohner – zur Legitimation führt Herr van Loh zudem einen Dienstausweis der Stadtwerke Norden mit sich“, so Uphoff. Für Rückfragen zur Überprüfung des städtischen Gasrohrnetzes stehen die Mitarbeiter des Energieversorgers unter der Service-Nummer 04931 926-100 gerne zur Verfügung.