Elektroinstallateure arbeiten bei Weihnachtsbeleuchtung Hand in Hand

Norder Betriebe und Stadtwerke sorgen erstmals gemeinsam für Kabelverbindungen auf dem Marktplatz

Sie zogen sprichwörtlich an einem Strang: Mit einem gemeinsamen Kraftakt ermöglichten Installateure der Norder Elektrobetriebe und der Stadtwerke in den vergangenen Tagen die Verknüpfung und Versorgung der einzelnen illuminierten Bäume auf dem Norder Marktplatz. Insgesamt 13 Naturdenkmälern rückten die Fachleute der Gas- und Elektrogemeinschaft dazu erstmals in einer konzertierten Aktion an den Stamm – und trotzten dabei Wind und Wetter.

Das gemeinsame Anpacken bei der Herstellung der zum Betrieb notwendigen Kabelverbindungen zwischen den auch in diesem Jahr wieder festlich erleuchteten Bäumen erfolgte auf Anregung der Norder Stadtwerke. Mehrfach hatte der regionale Energieversorger in der Vergangenheit nicht nur die kompletten Kosten für die regelmäßig notwendigen Ausbesserungen an der Beleuchtungstechnik übernommen: „Auch der beträchtliche Aufwand für eine sichere und möglichst störungsfreie Verlegung der elektrischen Leitungen lag komplett bei uns. Diese für viele oftmals unsichtbare Leistung war angesichts der bereits mehrfach erläuterten Umstände so nicht mehr umsetzbar“, erklärt Wolfgang Völz.

Umso mehr freute sich der technische Geschäftsführer der Stadtwerke über die große Resonanz bei den in der sogenannten Gas- und Elektrogemeinschaft organisierten Fachbetrieben: „Die Bereitschaft, hier kurzfristig und der guten Sache verbunden trotz derzeit enger Auftragslage mitzuwirken, zeigt ein hohes Engagement für Norden und seine Bürgerinnen und Bürger – und ist ganz nebenbei ein toller Beleg für einen guten Teamgeist“, so Völz, der allen Beteiligten herzlich dankt.

In dem seit über 30 Jahren aktiven Fachverbund arbeiten rund 20 Betriebe gemeinsam mit dem Norder Energieversorger an der Entwicklung neuer Konzepte und Ideen für den Energiebereich. Für die Gemeinschaftsaktion in luftiger Höhe stellten die Stadtwerke Norden einen Hubwagen nebst Fahrer zur Verfügung.

LED-Strahler setzen „Bürgerbuche“ in Szene

46 Baumpaten ermöglichen festliche Illumination am Blücherplatz

Eingewachsene Kabel, überdehnte Leitungen: der natürliche Wachstumsprozess der großen Buche auf dem Norder Blücherplatz hat über die Jahre hinweg zu erheblichen Schäden an der hier dauerhaft installierten festlichen Weihnachtsbeleuchtung geführt. Über Baumpatenschaften unternahmen die Stadtwerke Norden deshalb Anfang November den Versuch, gemeinsam mit den Norder Bürgerinnen und Bürgern die Mittel für eine dringend erforderliche Neuinstallation der Beleuchtungstechnik zusammenzutragen. Rund 46 engagierte Sponsoren aus Stadt und Umland folgten seither dem Aufruf des regionalen Energieversorgers – insgesamt 1221,- Euro kamen auf diese Weise für die Instandsetzung der Illumination an dem imposanten Naturdenkmal zusammen.

„Eine auch mit Blick auf den kurzen zeitlichen Vorlauf durchaus nicht selbstverständliche Zahl, die zeigt, dass die festliche Beleuchtung der Innenstadt während der Adventszeit vielen Norderinnen und Nordern am Herzen liegt“, bedankt sich Wolfgang Völz bei den engagierten Sponsoren. Gleichzeitig stellt der technische Geschäftsführer der Stadtwerke klar: die über die Baumpaten zusammengetragene Summe reiche nicht aus, um die Wiederherstellung der Beleuchtung auf die bisherige Art und Weise durchzuführen.
Vor allem die durch die Größe des Baumes notwendige Installation der Lichterketten durch professionelle Baumkletterer verursacht laut Stadtwerke enorme Kosten. „Wir haben uns deshalb nach intensiver Beratung für eine alternative technische Variante entschieden, um die uns anvertrauten Mittel möglichst zweckgemäß einzusetzen und vor allem während des Lebendigen Krippenspiels im Dezember eine festliche Kulisse zu gewährleisten“, so Völz. Vier mächtige LED-Strahler, versehen mit farbigen Filtern, werden demnach zukünftig für eine stimmungsvolle Atmosphäre unter der Buche am Blücherplatz sorgen. „Nach Beschluss des Aufsichtsrates werden die Stadtwerke hierzu die von den Baumpaten gesammelten finanziellen Mittel entsprechend aufstocken, sollten die für die Umsetzung notwendigen Kosten diese Summe übersteigen“, erklärt der Stadtwerke-Chef.

Mehrfach hatte der regionale Energieversorger in der Vergangenheit die kompletten Kosten für die regelmäßig notwendigen Ausbesserungen an der Beleuchtungstechnik übernommen. „Dies ist angesichts der wirtschaftlichen Situation, in der sich unser Unternehmen derzeit befindet, leider nicht mehr möglich“, heißt es aus der Feldstraße. Die Instandsetzung der Beleuchtungstechnik an 13 kleineren Bäumen konnte durch zahlreiche regionale Baumpaten aus Wirtschaft und Handel bereits Anfang November gesichert und angeschoben werden.

Stadtwerke Norden senken Gas- und Stromtarife deutlich

Günstiger Einkauf gleicht steigende staatliche Abgaben aus // Neue Arbeitspreise gelten ab 01. Januar

Kostenbewusstes Handeln und ein optimierter Einkauf zu günstigen Bedingungen machen es möglich: Eine deutliche Senkung bei den Gas- und Strompreisen bescheren die Stadtwerke Norden ihren Kundinnen und Kunden zum Jahreswechsel 2015/2016. Dies gab der regionale Energieversorger in einer aktuellen Pressemitteilung bekannt. Trotz steigender staatlicher Abgaben, Netzentgelte und Umlagen reichen die Stadtwerke demnach vor allem die derzeit vorteilhaften Einkaufsbedingungen am Markt an die Verbraucher weiter. Bis zu 145,- Euro pro Jahr sollen so jene Kunden durchschnittlich sparen können, die bei Elektrizität und Wärme auf die Produkte des Norder Unternehmens setzen.

Die kombinierten Beispielzahlen für die beiden gängigsten Tarife „strom vario“ und „erdgas vario“ (Rechenbeispiel: Musterhaushalt mit einem Jahresverbrauch von 4.000 kWh Strom und 25.000 kWh Erdgas) rechnete am Freitag der kaufmännische Geschäftsführer der Stadtwerke, Thorsten Schlamann, vor: „Wir haben zum richtigen Zeitpunkt eingekauft und konnten auf diese Weise ausgesprochen vorteilhafte Konditionen für Norden und seine Bürgerinnen und Bürger sichern“, erklärt Schlamann.

Um durchschnittlich 0,5 Cent (brutto) pro Kilowattstunde reduziert sich demzufolge der Arbeitspreis in den Stromtarifen „vario“, „Gewerbe“, „natur“ und „natur Gewerbe“. Erdgaskunden sparen zukünftig 0,5 Cent (brutto) pro Kilowattstunde im beliebten „erdgas vario“-Tarif. „Hier liegt gerade mit Blick auf die nahenden kalten Monate das höchste Einsparpotenzial für unsere Kunden“, betont Thorsten Schlamann. In der Gas-Grundversorgung beläuft sich der Kostenvorteil beim Arbeitspreis auf 0,25 Cent (brutto) im Norder Versorgungsgebiet. „Aber auch Verbraucher außerhalb dieses Areals dürfen sich auf eine positive Anpassung ihrer Strom- und Gastarife freuen“, so der Wirtschaftsjurist.

Eine Entlastung erwartet die Kunden zudem bei der umwelt- und ressourcenschonenden Fernwärme, denn Bürgerinnen und Bürger, die über das Leitungsnetz der Stadtwerke mit Abwärme aus den Norder Blockheizkraftwerken versorgt werden, wurden in der aktuellen Preisanpassungsrunde ebenfalls bedacht. Hier schlägt die Preisreduzierung in allen Tarifen mit jeweils 0,25 Cent (brutto) pro Kilowattstunde zu Buche.

Zum 01. Januar 2016 sollen die gestern angekündigten neuen Tarife der Norder Stadtwerke in Kraft treten. „Wir werden unsere Kunden in der kommenden Woche in einem gesonderten Anschreiben wie gewohnt detailliert und transparent über die Optimierung ihrer jeweiligen Tarife informieren“, heißt es hierzu aus der Feldstraße. Bei der zum Jahreswechsel angekündigten Anpassung handelt es sich um die zweite wesentliche Senkung der Energiepreise durch das regionale Unternehmen innerhalb von 12 Monaten.

Winterzeit ist Frostschutzzeit – auch für Wasserzähler

Winterzeit ist Frostschutzzeit – niedrige Temperaturen können in den kalten Monaten des Jahres nicht nur Mensch, Tier und Pflanzenwelt stark zusetzen: neben unzureichend präparierten Fahrzeugkühlern sorgen vernachlässigte Wasserleitungen, Wasserzähler und Ventile regelmäßig für viel Ärger und manch unverhoffte Rechnung unter dem Weihnachtsbaum. „Alle wasserführenden Leitungen und Gerätschaften können bei Temperaturen im unteren Bereich durch die physikalischen Auswirkungen der Kälte, z. B. durch eine sogenannte Frostsprengung, erheblichen Schaden nehmen“, erklärt Jens Hinrichs von den Stadtwerken Norden. Um hohe Folgekosten zu vermeiden, empfiehlt der Energieexperte, frühzeitig mit einigen einfachen Vorkehrungen für einen ausreichenden Schutz der Leitungen, Hähne und Zähler zu sorgen.

Die Folgen der Kälte machen dabei, ähnlich wie die wasserführenden Leitungen selbst, nicht an der Haus- oder Kellerwand halt. Während Garten- und Anschlussleitungen im Außenbereich im Winter am besten ganz abgestellt und weitgehend entleert werden sollten, seien vor allem in unbeheizten Räumen und im Keller weitere Vorkehrungen notwendig, um Folgeschäden auszuschließen, heißt es bei den Stadtwerken. So sollten Türen und Fenster in der Nähe von Wasserleitungen stets geschlossen gehalten, beschädigte Fensterscheiben oder schlecht abdichtende Türen frühzeitig instand gesetzt werden. „Für Wasserzähler und Ventile sowie durch ihre Lage besonders frostgefährdete Leitungen bietet sich darüber hinaus eine Umwicklung mit wärmedämmendem Material an“, so Hinrichs.

Und wenn der Schaden bereits eingetreten ist? Dann heißt es: Ruhe bewahren – und auf gar keinen Fall mit offener Flamme zu Werke gehen, denn: „Nun sind Fachleute gefragt – beim Wasserzähler von Seiten der Stadtwerke, hinter dem Zähler von einem regionalen Installationsunternehmen“, erklärt Jens Hinrichs. Auch deshalb müsse der Zugang zu Absperreinrichtung und Wasserzähler ganzjährig gewährleistet sein. „Dabei schreibt das Gesetz sehr genau vor, dass Kosten für die Beseitigung von Schäden an öffentlichen Versorgungseinrichtungen, welche durch mangelnde Sorgfalt seitens des Hausbesitzers entstanden sind, vom jeweiligen Anschlussnehmer zu tragen sind“, betont der Energieexperte.

Auch ein ungewöhnlich hoher Wasserbrauch kann dabei in der dunklen Jahreszeit ein Indiz für die negativen Auswirkungen von Frost und Kälte sein: dreht sich das Zählwerk im Wasserzähler, obwohl sämtliche Entnahmestellen geschlossen sind, sollte sofort ein Installationsunternehmen beauftragt werden, welches die Ursache feststellt und einen eventuellen Schaden behebt. „Denn ein deutlich abweichender Verbrauch kann ein Hinweis auf Leitungsbrüche hinter dem Wasserzähler, schadhafte Dichtungen oder defekte Überdruckventile sein“, so Hinrichs.

Für weitere Rückfragen zum wirksamen Schutz des häuslichen Wassersystems sowie im Ernstfall bei eingetretenen Beschädigungen und Störungen dieser Einrichtungen stehen die Experten der Stadtwerke Norden unter der Rufnummer 04931 926-100 bzw. der Störungsnummer 04931 926-111 gerne zur Verfügung.